New York als Vorreiterin der Geschlechterpolitik

Das es Männer gibt und Frauen, gilt den meisten Menschen als natürliche Angelegenheit. Sieht doch jedeR. Leider passen eine ganze Menge Menschen in dieses Konzept nicht so richtig rein. Da sind etwa die Intersexuellen, deren Geschlecht bei der Geburt nicht eindeutig nachweisbar ist und die sich häufig eine medikamentöse und auch operative Behandlung über sich ergehen lassen müssen. Oder die Transgender, die sich in ihrem angeblich biologischen Geschlecht einfach nicht wohlfühlen und deshalb gerne wechseln möchten. Letzteres ist in Deutschland mit erheblichen Hürden verbunden. Ohne jahrelange Zwangsberatung und medizinische Eingriffe lässt sich „offiziell“ das Geschlecht in nicht wechseln. In den USA scheint dieses Dogma jetzt zu wackeln, wie wir bei Spiegel-Online nachlesen können:

„Nach der Neuregelung soll auf Personalpapieren das von den Betroffenen gewünschte Geschlecht eingetragen werden, selbst wenn zuvor kein entsprechender operativer Eingriff vorgenommen wurde. Voraussetzung soll lediglich sein, dass die betroffene Person zuvor zwei Jahre lang unter der entsprechenden Geschlechtszugehörigkeit ihr Leben geführt hat. Die Verwaltung würde dann auch nachträglich eine dem gewünschten Geschlecht entsprechende Geburtsurkunde ausstellen.

„Ich glaube, das ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Cole Thaler von der Betroffenen-Organisation Lambda Legal. Jährlich gingen Hunderte von Anrufen von Frauen oder Männern ein, die mit der amtlichen Geschlechtzuordnung nicht leben wollten und einen neuen Eintrag in Pass oder Führerschein wünschten. Die Neuregelung in New York soll voraussichtlich im Dezember beschlossen werden.“