Rechte Chaostage

Volker Pispers bemerkte über den Zusammenhang von Karneval und Chaostagen einst trocken:

„Chaostage in Hannover: Ein paar 1000 junge Menschen sind, Bierdose in der Hand, besoffen, gröhlend durch die Stadt gezogen – Ja, das nennen wir im Rheinland Karneval.“

Nun wissen ja alle: Chaostage sind Gewalt, Karneval ist Spaß und Freude. Außer vielleicht in Thüringen:

Bei schweren Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei nach dem Faschingsumzug in Apolda in Thüringen sind am Samstag drei Beamte leicht verletzt worden. Etwa 40 angetrunkene Jugendliche seien auf dem Marktplatz nach Pöbeleien mit Pflastersteinen und Flaschen gegen Polizisten losgegangen, teilte die Polizeidirektion Jena am Sonntag mit. Den Beamten gelang es erst nach etwa drei Stunden und mit Verstärkung aus Erfurt und Jena, die Lage zu beruhigen. 17 Beteiligte wurden in Gewahrsam genommen.

Zum Zeitpunkt der Auseinandersetzung hielten sich mehrere hundert Menschen auf dem Marktplatz auf. Einige Schaulustige seien den Randalieren zu Hilfe gekommen, als diese festgenommen werden sollten, berichtete die Polizei. Nach dpa-Informationen handelte es sich zumindest bei einem Teil der Randalierer um Personen aus dem rechtsextremen Spektrum.(frankfurter rundschau; siehe auch Spiegel Online)