Egotronic & Radetzkymarsch

In Berlin war mal wieder eine Demo. Echt total coole Antifas haben ihre politische Botschaft vermittelt, wie wir uns bei Indymedia überzeugen können:

Mit Elektrobeats und Fußballgesängen ging es quer durch Kreuzberg, bis auf der Warschauer Brücke die Bullen plötzlich die Demo blockierten.

Inhaltlich gibt es scheinbar nichts zu berichten. Das wesentliche der Demo ist die spezielle Musikauswahl. Es wurden nämlich „Elektrobeats“ gespielt, was ziemlich hip ist und dafür spricht, das es total sinnvoll wäre, sich den GenossInnen mal anzuschließen. Um mal so richtig abzufeiern und in der Masse unterzugehen. Außerdem gab es Fußballgesänge. Vermutlich „Schiri wir wissen wo dein Auto stand/hat gut gebrannt“ oder „Ihr seit nur ein Karnevalsverein“. Um die politische Botschaft auch mal so richtig an den Mann und an die Frau zu bringen. Dann wurde die Demo allerdings gestoppt, und zwar an der Warschauer Brücke. Um Gerüchten vorzubeugen: nein, es ging nicht um die schlechte Musik und die schrägen Gesänge, obwohl das wohl der einzig legitime (!) Grund gewesen wäre, die Demo aufzuhalten. Der eigentliche Grund waren vielmehr die Seitentransparente, die schlicht zu lang gewesen sein sollen. Ganz so, als wären die eine größere Gefahr als der stumpfe, gleichgeschaltete Beat elektronischen Gassengenudels.

Ein Mensch von der Redical [m] kommentierte das wie folgt:

Gute Stimmung, richtige Ausrichtung, viele Leute! Danke T.O.P. für die Demo! Es geht ums nichts geringeres als ums Ganze!

Musikalisch die richtige Ausrichtung, findet der junge Mensch. Komischer Geschmack, finde ich. Aber warum ist die Love-Parade dieses Jahr eigentlich Ende April?

MIt Politik scheint das jedenfalls nicht viel zu tun gehabt zu haben. Oder wie Adorno sagen würde: Egal ob Egotronic oder Radetzkymarsch – es ist doch alles nur Deutschland!


34 Antworten auf “Egotronic & Radetzkymarsch”


  1. 1 classless 02. Mai 2007 um 0:39 Uhr

    Das ist ja mal ein komplettes Ressentiment-Posting!

    Kurzbericht: http://www.classless.org/2007/05/01/just-communism/
    (während der Demo vorgetragener) Aufruf mit Inhalten: http://top-berlin.net/?page_id=27

  2. 2 narodnik 02. Mai 2007 um 1:15 Uhr

    Mmmhhh, Elektropunk ist eigentlich okeh. Was kritikabel ist, ist dieser Antifa-Style, welcher den notwendigen Widerstand in eine hippe Subkultur transformiert: möglichst „hedonistisch“, elektronische Beats die alle anderen erschrecken, dancing überall…

    Irgendwann stellt sich halt die Frage, was daran subversiv sein soll.

  3. 3 classless 02. Mai 2007 um 8:47 Uhr

    Ich glaube nicht, daß Britney Spears gespielt wurde, weil sie jemand für subversiv hält. Wenn ich aber gegen das Ganze demonstriere, dann kann ich seine Dialektik in (fast) jeder Art Musik entdecken und muß mich nicht zwanghaft hinter moralisch-guter subkultureller Musik verstecken. Was sollte das auch noch sein? Punk?

  4. 4 unkultur 02. Mai 2007 um 9:31 Uhr

    Die Musikauswahl auf manchen Demos finde ich auch skandalös, nur fällt das in das Ressort: Welche Ästhetik vertritt die Linke bzw. sollte sie vertreten. An einem miserablen Indymedia-Bericht mit wenig Informationsgehalt eine inhaltiche Kritik einer Demo festzumachen – naja. Und warum gerade „Elektrobeats“ besonders deutsch sein sollen, frage ich mich.

  5. 5 emanzipationoderbarbarei 02. Mai 2007 um 9:43 Uhr

    @classless

    >das ist ja mal ein komplettes
    >Ressentiment-Posting!

    na, aber der zusammenhang von demogeschunkel, identitären beats und antifaschistischer uniformierung ist doch schon ein ziemlich deutlicher, oder?! und wenn dann als zentrales merkmal der demo in einem indymedia-bericht die musikauswahl und die tolle stimmung markiert werden, dann muss mensch sich schon fragen, was da passiert ist….

    @unkultur

    „besonders“ deutsch – weiß ich nich. aber das ewige scooterlastige „dip-dip-dip-dibbedip“-gepose hat m.E. deutliche anleihen vom WM-volksmob. Über Hymnen und Gesänge wir eine gemeinsame Identität hergestellt, damit niemand von „denen“ auf die Idee kommt, die Demo hätte etwas mit ihnen zu tun geschweige denn ihnen etwas zu sagen. zusätzlich werden vorne, hinten und an den seiten lange transparente getragen, um die abgrenzung der „in-group“ (bewusste linksradikale kommunistinnen) von der „out-group“ (bürgis und faschistis) besser inszenieren zu können.

    nur das es hier zufälligerweise nicht für, sondern gegen deutschland geht. und – bevor du das monierst – vielleicht gibt es hier ein bewusstsein, das sich von dem unbewusstsein im WM-mob unterscheiden mag. aber wieso benehmen sie sich gleich – und dünken sich dann auch noch moralisch erhaben und unheimlich über dem pöbel stehend?

    insofern ginge es mir weniger darum, einzelne musikstile zu unterscheiden als vielmehr ihre wirkung in der inszenierung zu bewerten.

    für mehr 12-tonmusik auf linken veranstaltungen! ,-)

  6. 6 classless 02. Mai 2007 um 11:36 Uhr

    @e.o.b.
    Ich habe niemanden schunkeln sehen und die Fußballgesänge waren vor allem Lautmalereien des Wortes „Kommunismus“. Auch besonders uniform war es nicht, bis auf den Block hinterm Fronttranspi vielleicht, ansonsten liefen die meisten Leute in ihren normalen Klamotten rum. Verblüffenderweise hast du dir ohne Augenschein ein vollständiges Bild von der Demo entworfen, an dem du dich jetzt abarbeiten kannst. Hätte die Demo so ausgesehen wie von dir vorgestellt, wäre deine Kritik in Ordnung, aber so wirkt sie recht schematisch.

    @unkultur
    Vor allem: Thunderdome Grimetime.

  7. 7 blubb 02. Mai 2007 um 13:07 Uhr

    neben der erkenntnis, dass der autor wohl einen schlechten tag hat bleibt es komisch sich mit infos auf eine quelle wie indymedia zu stützen… vorallem wenn gar keine infos dort stehen… wenn man auch sonst bei studieren o.ä. nicht viel lernt, den umgang mit quellen schon… also setzen, nachlesen wie das so geht.

  8. 8 qwerty 02. Mai 2007 um 15:41 Uhr

    eob,

    für Leute wie dich, die Hedonismus und dumpfe Volkstümelei nicht auseinanderhalten können, und dann wohl doch nur „linkes“
    Liedgut dagegenhalten, hier ein Versuch der Aufklärung von Martin
    Büsser:

    http://www.trend.infopartisan.net/trd7800/t297800.htm

    (und ja, Fussballgesänge sind nie schön, auch nicht wenn sie sich in
    der Lautmalerei des Wortes Kommunismus versuchen)

  9. 9 Gut wars! 02. Mai 2007 um 17:18 Uhr

    Mit Verlaub, dass du Techno oder Elektro nicht magst, ist deine Sache, aber so wie du die Demo beschreibst geht das an der Wahrheit vorbei. Die „Reduce to the maxx“– Demo war mit ca. 1000 Leuten (schreiben sogar die Bullen, die nicht unter Verdacht stehen zu viele Leute zu zählen) wohl gar nicht so marginal. Die Stimmung war zwar am Anfang ein bisschen ruhig, aber das entwickelte sich im Zuge der Demo.
    Was soll ich noch schreiben, ausdrucksstarke Demo, gute Redebeiträge, sehr gute Moderation vom Lautsprecherwagen, von der Polizei soweit möglich, nichts gefallen lassen. Rundum, gut wars.
    Schreib lieber mal über die 18 Uhr Demo, gruselig (gab einen Nationalfahnen Block, ratet mal welche Fahnen, kleiner Tip: die israelische war auf keiner Demo anzutreffen)
    Achja Mayday war auch ganz nett, zwar wenig Politik, aber Elektro und Techno in Hülle und Fülle.

  10. 10 classless 02. Mai 2007 um 17:44 Uhr

    Ich mag auch keine Fußballgesänge – im Posting wurde aber doch etwas ziemlich anderes unterstellt als das, was auch relativ wenig zu hören war.

  11. 11 emanzipationoderbarbarei 03. Mai 2007 um 10:04 Uhr

    @gut war’s

    Wo habe ich denn die Demo beschrieben? Ich habe den Indymedia-Kommentar kommentiert. Was sich an formulierungen wie „was dafür spricht“ oder „vermutlich“ durchaus deutlich werden sollte.

    und – auch hier wiederhole ich mich – es ging nicht darum welche mucke besser oder schlechter is, sondern darum wie sich das ganze präsentiert. und da habe ich eben den eindruck beschrieben, den der indy-artikel weckt. und den ich tatsächlich von so einigen antifa-veranstaltungen zumindest in der provinz durchaus kenne.

  12. 12 classless 03. Mai 2007 um 11:59 Uhr

    Okay, dann hast du über einen indy-Artikel und andere Demos geschrieben, dann ist das ja klar und wir müssen das nicht weiter auf die Dienstagsdemo beziehen.

  13. 13 emanzipationoderbarbarei 04. Mai 2007 um 9:52 Uhr

    @classless

    und ich habe die these aufgestellt, das es sich letztlich auch genau so zugetragen hat. was andere verständlicherweise anders sehen. so würde ich schon die frage aufwerfen wollen, ob der mensch, der den text bei indy gepostet hat, vielleicht einer dieser „demo-organisatorInnen“ ist, von denen du geschrieben hast. und warum dann gerade dieser teil so hervorgehoben wird und was das für ein konzept von politischem widerstand bedeutet.

    denn abseits „guter redebeiträge vom lautsprecherwagen“ (gut war’s) bleibt der gesamteindruck einer demo nach außen (oder war das mehr eine interene veranstaltung?) immer auch vom gesamteindruck in punkto auftreten, geschlossenheit etc. ab. und da bewegt sich die typische antifa-demo eher am unteren rand des politisch möglichen. aber da haben wir vermutlich ganz grundlegend unterschiedliche einschätzungen…

  14. 14 classless 04. Mai 2007 um 12:31 Uhr

    Wie sieht denn der obere Rand des politisch Möglichen ungefähr aus?

  15. 15 double f 04. Mai 2007 um 14:07 Uhr

    Warum sagst du nicht einfach, dass du kein Elektro magst?
    Denn mehr als musikalischen Geschmack der Organisatoren kannst du daran schwerlich festmachen. Und wenn du willst, dann kannst du gerne eine Demo mit Zwölftonmusik organisieren.
    Aber glaubst du nicht, dass das auch ganz schön identitär wäre? *zwinker*

    Zu dem Identitäts- und Abgrenzungsargument mal ein paar Fragen:
    1. Denkst du, dass die Mehrheit in Richtung Kommunismus will?
    2. Wenn dem nicht so ist, ist es nicht richtig trotzdem die eigene Position zu vertreten?
    3. Glaubst du, dass das Hauptproblem linksradikaler Kapitalismus-
    kritik hauptsächlich die Vermittlung oder die
    gesellschaftliche Schwäche solcher Kritik ist?
    Identität ist zwar grundsätzlich zu hinterfragen, allerdings ist sie auch ein strategisches Mittel um eine Position (KommustIn zu sein, eine Minderheitsposition in dieser Gesellschaft) zu verdeutlichen und auch nicht aus Gründen der Massenkompatibilität zu verwerfen. Und sag nicht, dass du keine politische Identität pflegst oder einer sozialen Szene leicht zuzuordnen bist. Soziale Szene= Abgrenzung von anderen, die nicht dazugehören. Nur weil die politischen Aktionsformen, die du bevorzugst, vielleicht anders aussehen, heißt es noch nicht, dass dort keine Abgrenzung betrieben wird.

  16. 16 elser 04. Mai 2007 um 16:28 Uhr

    Ein paar Steile Thesen von mir (war sogar bei der Demo):

    1. Die TOP-Demo war lediglich ein Kapital-Lektürekurs auf Rädern
    2. Es ging dabei vorrangig um Stylepunkte und Identitätsstiftung für eine (selbsterklärte) Avantgarde der postantideutschen SZENE: „Wir haben die beste Musik, wir haben die besten Inhalte und wir sehen am besten aus. Links von uns kommt nur noch die Wand.“
    3. Im Grunde die unpolitischste Demo dieser Tage.
    4. Selbst das „Bratwurstessen mit dem DGB“ bringt eher den Kommunismus als Selbstbeweihräucherungen dieser Art.
    5. Die Veranstaltung im Festsaal-Kreuzberg war aber gut. Also lieber „Theorie ohne Praxis“ liebe TOP.

  17. 17 classless 04. Mai 2007 um 18:01 Uhr

    Ich würde gern auf eine Demo mit Zwölftonmusik gehen.

    @elser
    Ich fand die Demo unter anderem deswegen gut, weil sie ein Kapital-Lesekurs auf Rädern war, und weil es nicht die beste, aber gute Musik gab.

  18. 18 narodnik 04. Mai 2007 um 23:41 Uhr

    Wenn man als Bewegung Sozialismus/Communismus will, dann ist eine gewisse Distanz notwendig, klar. Also schroffe Ablehnung des bürgerlichen Alltagsverstandes und des demokratischen Habitus insgesamt. Es sollte aber darum gehen mittels kritisch-theoretischer Aufklärung und kritisch-praktischen Aktionen der Gesellschaft ihre eigene Melodie vorzuspielen. Also ruhig polemisch ab und an mal was zum Tanzen bringen; nur geht es hier niemals um identitätspolitischen radical chic (!). Wenn dann noch so Sprüche gegen den „gemeinen Volksmob“ kommen, dann ist man doch bereits beim finstersten Sichgemeinmachen mit der Krisenbarbarei. Antifa als weiterer Konkurrenzverein inklusive hedonistisch-verwestlichter Legitimation. Oh yeah!

    „Die Linken wiederum stehen oft in der Gefahr, das Proletariat oder die Massen schier metaphysisch zu verabsolutieren, nicht die konkrete und schwierige Dialektik der Bewußtmachung der Massen zu begreifen, nicht zu begreifen |die temporäre Trennung zwischen minoritären radikalen Bewußtseinsgruppen und den breiten Massen.| Die andere Gefahr bei uns ist die intellektuelle Überheblichkeit, in letzter Konsequenz die Furcht vor der schöpferischen Fähigkeit der bewußtgewordenen Massen. Zwischen diesen falschen Alternativen liegt die Praxis der historisch richtigen Emanzipationsarbeit.“

    [Rudi Dutschke]

  19. 19 tee 05. Mai 2007 um 2:41 Uhr

    „4. Selbst das “Bratwurstessen mit dem DGB” bringt eher den Kommunismus als Selbstbeweihräucherungen dieser Art.“

    hehe, danke. ich wusste, ich hatte mich richtig entschieden.

  20. 20 emanzipationoderbarbarei 05. Mai 2007 um 9:46 Uhr

    @classless

    nix gegen kapitallektürekurse, aber was bringt denn eine demo, die sich nur selber versteht? oder meinst du, die leute „außerhalb“ der demo kümmert das irgendwie, wenn da jemensch fremdwortgespickte abhandlungen über die bösartigkeit des kommunismus verliest? das fühlt sich vielleicht für die beteiligten gut an, trägt aber politisch nix aus.

    @doublef

    die eigene meinung zu vertreten ist ja das eine. nur, solange das selbstzweck bleibt, bringt das halt nicht viel. letztlich müsste es doch darum gehen, die mehrheit (die ja gerade nicht in richtung freier gesellschaft will) dazu zu bringen, hier vielleicht noch mal ihre optionen zu überprüfen. und das tut so eine identitäre abgrenzungsveranstaltung halt kein stück.

    da bleibt dann auch der kommunismus nur ein leeres wort…

  21. 21 bla 05. Mai 2007 um 13:40 Uhr

    @eob

    1. die annahme, dass menschen nur weil sie auf eine demo gehen verstanden haben wie der kapitalismus funktioniert ist ja wohl eine lachnummer… also auch dort gilt es überzeugungsarbeit zu leisten, für eine richtige analyse in dem fall.

    2. wer sagt denn, dass das niemanden interessiert? ich finde gerade an debatten die nach solchen sachen laufen merkt man durchaus ein interesse und die wirkungsmächtigkeit geht eben über 2 meter in jede richtung vor ort hinaus… wir leben doch nicht in der steinzeit…

    3. find ich es ja immer gut zu kritisieren, macht ja auch spass… liesst sich bei dir hier gerade aber eher so als ob jemand beleidigt ist das auf diese miesen antifademos trotzdem soiele leute gehen… und nicht stattdessen etwas machen was sich am oberen rand der möglichkeitsskala bewegt (wobei du natürlich nicht geklärt hast was das sein soll das die massen erreicht)

  22. 22 dorfi 05. Mai 2007 um 16:11 Uhr

    Lieber Juli, ich finde es dann doch sehr erstaunlich wie du dich an dieser Demo abarbeitest.

    1. Die Demo stand nicht nur für sich da, sondern es gab Flugblätter, Veranstaltungen, etc. Die das Anliegen vermittelten.

    2. Die Identifikationsnummer scheint bei dir mehr eine Geschmacksfrage zu sein oder warum kritisierts du z.B. nicht die Göttinger Studentendemos wo es ein extrem hohes Maß an Identifikation gibt (UNSERE schöne Bildung, wird halt nur eher in Begleitung von Akustikgitarre als mit Beats besungen). Wo nimmst du jetzt genau das mit der Abgrenzung her. Die vorderen Reihen die sich unter gehakt haben? – kannst ja mal in Berlin als radikaler Linker demonstrieren, dann wird sich dir der Sinn schnell erschließen. Oder die ultrakrassen Theoretischen Redebeiträge, habe ich nicht gehört, lässt sich bestimmt aber demnächst nachlesen. Oder etwa Britney Spears? Ist wohl Massenkompatibler als z.B. Egotronic (die Übrigens nicht mal gespielt wurden)

    3. Gerade nachdem die Antiimp vs. Antideutsch-Debatte in der Antifaszene ein Inhaltliches Trümmerfeld hinterlassen hat ist es eher erstaunlich, dass 1000 Menschen sich einer Demo von Antifagruppen anschließen auf der explizit der Kommunismus gefordert wird.

  23. 23 double f 05. Mai 2007 um 16:28 Uhr

    @e.o.b. Eine Demonstration zielt immer auf eine politische Öffentlichkeit (öffentlicher Raum) ab. Würde es nur um reinen Selbstzweck gehen, dann würde es eine geschlossene Veranstaltung geben. Aber zu glauben, dass sich die Gesellschaft durch Demos verändern ließe, wenn diese nur konsumgerechter aufgemacht wären ist ein Irrglaube. Bei linksradikalen Demos wie in Berlin geht es um symbolische Politik.
    Es ist aber lustig zu sehen, wie sehr sich manche Linke über die wenigen Antifademos aufregen, die keinen unmittelbaren Anlass haben, sondern sich gegen den Kapitalismus direkt wenden und diese zum „wahren Grund“ für die Schwäche der radikalen Linken erklären. Stichwort: “Bratwurstessen mit dem DGB”: selten so gelacht.
    Vor allem fällt bei der Diskussion die Wiederholungsschleife ins Auge, die alle Jahre wieder aufgelegt wird, ohne irgendeinen Bezug zu früheren Diskussionen und Argumenten. (Kleiner Tipp am Rande: Wenn du Zeit und Lust hast, kannst du die Pop-Antifa-Debatte aus den 90ern dir mal anschauen, wenn das im Netz möglich ist)
    Ein erster Schritt zu einem kommunistischen Realismus wäre die Akzeptanz der Begrenztheit der eigenen Mittel in ihrer Wirkung, ohne diese deshalb gleich ad acta zu legen oder in eine trotzige „es-kann-nicht-sein-was-nicht-sein-darf“ –Klassenkampf-/ bzw. Bewegungsnostalgie zu verfallen.

  24. 24 double f 05. Mai 2007 um 17:04 Uhr

    (edit-Funktion wird nicht angezeigt)
    Mist verdammter, Dorfdisco war schneller, was die Demo betrifft.*g*

  25. 25 classless 06. Mai 2007 um 4:23 Uhr

    Überhaupt lief gar nicht nur Elektro, sondern auch sowas wie „Red Flag“ von Billy Talent oder „Du bist dagegen“ von Refpolk/Koljah.

  26. 26 emanzipationoderbarbarei 06. Mai 2007 um 11:47 Uhr

    @doublef

    naja, konsumgerecht war die demo doch, dachte ich? kuhle musik und so. das es um symbolik geht, is mir ja auch klar. die frage ist nur: was genau wird da symbolisiert? oder besser: welche symbole werden gewählt? und natürlich: wer ist die adressatin der ganzen veranstaltung?

    dadurch, das ich darauf verweise, das xyz das auch schon mal gesagt hat, wird das ganze dann übrigens auch nicht richtiger. was sollte ein bezug auf die pop-antifa-debatte denn bringen? wenn ich einen text kritisiere, würde mir hier erzählt, da sei die linke doch schon längst drüber hinaus. also kritisiere ich die lieber die aktuellen praktiken, wo sie mir begegnen. obwohl eine genauere betrachtung der debatte vielleicht mal helfen könnte, genauer zu schauen, an welcher stelle die schleife entsteht ,-)

    @dorfdisco

    oh, es gab flugblätter? na schau mal einer an. nur ist das bei flugblättern eben wie bourdieu: wichtig sind die „feinen unterschiede“ und nur allzuhäufig werden flugis zum preaching to the converted. oder redebeiträge, in denen (wenn ich das am anfang der disku richtig gelesen hab) aufruftexte vorgelesen werden…

    der unterschied zur studi-demo wäre m.E. übrigens der, das sich da die identität nicht aufgrund einer politischen strömung (wir-habens-geblickt-und-sind-linksradikal) bildet, sondern aufgrund einer gemeinsamen interessenlage (wir-finden-studiengebühren-und-kürzungen-doof). und in letztere identätsbildung (wir-als-studis) kann ich reinwirken indem ich gesellschaftliche kontexte aufzeige, die grenzen der identitätsbildung thematisiere und dergleichen mehr. das ist dann eine frage praktischer kritik, vor ort quasi. das problem ist halt nur: dann muss mensch mit normalen leuten reden, igitt!

    was natürlich nicht heißt, das eine theoretische kritik an solchen demos nie richtig sein kann. die frage ist halt nur, was sie bringt. insofern gibt es auch wieder keinen unterschied zur antifa-demo: da bringt das theoretische drüber-schwadronieren ja auch nix, die fronten sind eh‘ verfestigt und das wetter draußen ohnehin zu schön um es vorm rechner zu verbringen…

    @bla

    was ich ja in dieser debatte spannend finde, ist einerseits die psychologisierung von kritik („der hat schlecht geschlafen“ bzw. „der ist beleidigt“), andererseits die einforderung, doch zu zeigen, wie es besser sein kann. beides sind nämlich m.E. urst-bürgerliche argumente. um sich nicht mit dem inhalt auseinandersetzen zu müssen, wird dem gegenüber wahlweise ein unlauteres anliegen oder geistige beschränktheit unterstellt. und im zweifelsfall muss kritik immer auch gleich verbesserungsvorschläge mitliefern. das ist genau wie bei den bürgis, die dich als erstes fragen, wie es denn anders gehen soll…

  27. 27 double f 06. Mai 2007 um 16:01 Uhr

    „Konsumgerecht“ war auf den Inhalt und das was symbolisiert wird (Antikap) bezogen.
    Damit sind wir bei deinem zweiten Punkt: Was wird symbolisiert und wer ist die/der AdressatIn? Potentiell alle, die einer kommunistischen Kritik gegenüber vielleicht aufgeschlossen sind. Aus Erfahrungswerten würde ich sagen, dass diese Art symbolischer Politik am ehesten geeignet dazu ist.
    Allerdings scheinen mir bei dir zwei Diskussionsstränge durcheinander zu gehen. Einerseits kritisierst du die gespielte Musik (Elektro, etc.). Was wäre denn gewesen wenn stattdessen Ton Steine Scherben und Slime gespielt worden wären? Hier geht es um die Frage, wie linke Demos aussehen sollten.
    Andererseits wirfst du den Veranstaltern vor nicht oder nur schlecht in irgendeine politische Bewegung zu intervenieren. Wieso suchst du dir für diese Kritik einer der wenigen Demos (keine Antinazi-, Antira-, Studi- oder sonst irgendeine linke Demo zu einem konkreten Anlass, bei denen Antifas politisch intervenieren) heraus, die ausschließlich das Dagegensein
    gegen Kapitalismus usw. zum Motto haben?
    Mein Einwurf mit der Pop-Antifa-Debatte war nicht als Autoritätsargument gemeint. Es bezog sich erstens auf die Geschichtslosigkeit (ein schreckliches Wort) der radikalen Linken, die fast immer wieder bei null anfängt und das gleiche wiederholt, was schon 5 Jahre vorher gesagt wurde. Daher fände ich es gut, wenn sich die Leute (auch du) mehr Mühe machen würden um zu gucken, was es an Debattten bereits gab. Es ist nicht nötig ständig das Rad neu zu erfinden. Zweitens habe ich auf die Position „blöde Elektromucke, ist ja gar nicht links/emanzipatorisch…“ abgezielt. An dieser Stelle fand ich die Diskussion um Pop-Antifa (über die ich jetzt aber auch nicht groß diskutieren will, war nur ein Einwurf) sehr fruchtbar, weil die Einsicht befördert wurde, dass links zu sein, nicht bedeutet nur Punkmusik zu hören und mit kaputten Hosen rumzulaufen. Eine m.E. sehr wichtige Erkenntnis, die Voraussetzung für die kulturelle und damit letztlich auch politische Attraktivität der Linken ist.
    Zur symbolischen Politik ist zu sagen, dass in Zeiten, in denen es keine gesellschaftlich relevante kommunistische Bewegung gibt, die linken KritikerInnen des Kapitalismus auf diese angewiesen sind. Die rein negatorische Stoßrichtung von Kritik ist eine der wenigen Mittel, die den KritikerInnen noch bleibt, wenn diese nicht zu SozialdemokratInnen werden wollen. Das heißt nicht, dass auch andere Kämpfe verzichtet werden muss.

  28. 28 bikepunk 089 06. Mai 2007 um 20:53 Uhr

    Mei, das Problem dass du bei Demos ein auftreten hast, was eine Vermittlung von Inhalten eher erschwert ist alt. Zum Teil wird dir das aufgezwungen, wie in Ketten gehen und so, zum Teil sind es die eingeübten Muster was Mensch auf der Strasse halt macht und die nicht systematisch weiterentwickelt werden. So werden Demos schnell zu einer Sache der Bekenntnispolitik, weil kein Effekt ausser der Selbstvergewisserung der teilnehmenden mehr bei rumkommt. Scheinbar funktioniert die Kommunikation in der Linken zur zeit ein Stück weit genau darüber, dass halt Leute eine Kampagne oder ein Bündnis anleiern, und dann daran wie viele oder wie wenig Leute auftauchen sehen wer ihre Ideen gut findet. Wenn zu der Demo nur 200 Leute gekommen wären würden heute alle über …umsGanze! lachen. Solange es keinen besseren Mechanismus gibt, sich darüber zu verständigen wie gut oder schlecht bestimmte Positionen verankert sind, erfüllen solche Bekenntnisdemos mit wenig Aussenwirkung auf der Strasse doch einen Zweck.
    Das nächste ist aber, dass diese Demo ausser ihrer eigenen Mobilisierung garkeinen Zweck mehr hatte, andere sind noch dazu gut, z.B. den politischen Preis einer bestimmten Veranstaltung in die Höhe zu treiben, oder ein breites Mimachangebot darzustellen. So wie ich …umsGanze! verstanden habe, gehört ersteres nicht zum Konzept, und letzteres bestenfalls bedingt.
    Die Kritik von wegen identitärer Abgrenzung, was wird bewirkt, usw. kannst du auf ziemlich viele Aktionen anwenden. Darüber streite ich mich lieber mit Leuten, die mir politisch nahe stehen, da könnte vielleicht auch was bei rum kommen.

  29. 29 emanzipationoderbarbarei 07. Mai 2007 um 9:14 Uhr

    @bikepunk

    hey, die streiten sich mit mir – nich ich mich mit ihnen ,-)

    @doublef

    mich würde ja tatsächlich mal interessieren, wo du diese erfahrungswerte hernimmst. weil genau das is mir nämlich einigermaßen schleierhaft…

    aber noch mal zu der musik: ich hab ja nun doch wohl oft genug gesagt, das es nur bedingt um den musikstil geht, sondern um die art, wie er zur identitätsbildung benutzt wird. mit billy talents „ref flag“ lässt sich da sicherlich ähnliches hinkriegen. und slime sind da schlichtweg auch nicht besser. zumindest in dem moment, wo sie zum hauptevent des abends werden (davon ab empfinde ich laute identitätspolitik mit elektro eher als fortschritt im vergleich zu lauter identitätspolitik mit deutschpunk).

    und dann bleibt da noch dein vorwurf, ich würde mir für meinen vorwurf, demos zum reinen dagegensein wären reichlich überflüssig, gerade eine demo aussuchen, bei der es um reines dagegensein geht. ja, was denn sonst? wenn ich genau das kritisieren will, warum sollte ich es an einem anderen gegenstand tun. im übrigen hab‘ ich hier auch schon die opernball-demo kritisiert und der G8-Gipfel kommt bestimmt…

    Aber wenn du ein paar nette links zur Pop-Antifa-Debatte findest, dann werde ich mir die bestimmt durchlesen. Der oben verlinkte Büsser-Text war ja schon mal sehr nett, auch wenn der da sicherlich nicht so direkt reingehören dürfte.

  30. 30 qwerty 08. Mai 2007 um 14:16 Uhr

    eob:

    Ich glaube, dass du Antifa-Demos etwas unterstellst, was für Demos im allgemeinen gilt, nämlich dass sie identitäre Veranstaltungen seien die sich nach außen Abggrenzen. Ich denke das lässt sich bei Demos nicht vermeiden, da erstens der Grund für die Demo etwas ist, was die Menschen auf der Demo von denen unterscheidet, die nicht zu der Demo gehen (was dort dann auch artikuliert werden muss). Und zweitens ist die Demo gerade der Ort wo der stand von Debatten in Form von Redebeiträgen manifest wird, etc. und damit das gemeinsame auch erst neu produziert. Oder in anderen Worten, Demos sind nie einfach nur Ausdruck einer gemeinsamen Identität, sie stellen diese erst her.

    Also, Demo ohne Identität geht nicht. Sollte kritisiert werden, sollte reflektiert werden. Deine Kritik schlägt jedoch ins Ressentiment um, wenn du einer Demo aufgrund hedonistischer Musikauswahl einen Vorwurf machst.

    Zum anderen würde mich tatsächlich interessieren, was für dich das politisch Mögliche einer Demo ist. Deine Kritik auf die Spitze getrieben müsste das eine Gruppe von Menschen sein, die von außen nicht mehr von Passanten und Spaziergängern zu unterscheiden ist. Sinn einer Demo ist es aber denke ich eine Position sichtbar zu machen und dieses Sichtbarmachen bezieht sich nicht auf die paar Leute die die Demo sehen, sondern auf das Bild das diskursiv von der Demo erzeugt wird. Und dabei kann es bei der Situation sinnvoller kommunistischer Kritik heutzutage allerhöchstens darum gehen, überhaupt einen Punkt im politischen Koordinatensystem der Menschen zu markieren. (und das ist weit entfernt davon, dass sie ihn verstehen oder gar selbst einnehmen würden.)

    Das ist wenig, aber realistisch.

  31. 31 emanzipationoderbarbarei 09. Mai 2007 um 11:45 Uhr

    @qwerty

    genau das würde ich bestreiten. demos grenzen sich eben nicht per se von außen ab. demos haben (wenn ich die idee dahinter richtig verstanden habe) ja auch grade das anliegen, den rest der menschen – also die, die nicht in der demo sind – auf das eigene anliegen aufmerksam zu machen und für selbiges zu werben. und da ist so eine abgrenzung (wir-hier-habens-geblickt vs. ihr-seit-die-anderen) ja schon einigermaßen kontraproduktiv.

    was dann ja auf der anderen seite wohl auch der grund sein dürfte, warum die teilnehmerInnen vieler demos sich immer gründe ausdenken, warum auch alle anderen ein interesse haben sollten, für oder gegen dasselbe zu sein. und dann immer mit merkwürdigen standort- und wir-sitzen-doch-in-einem-boot argumenten anfangen. womit dann auch beide seiten des falschen ganzen beschrieben wären (abgrenzung auf der einen, anbiederung auf der anderen seite).

    nicht-identitär heißt dabei ja nicht, das die demo nicht als demo wahrnehmbar wäre. die frage ist nur, wie tritt sie auf: als abgrenzend oder als ansprechend. oder so ähnlich.

    den stand von debatten würde ich dann eher an publikationen oder veranstaltungen festmachen wollen. machen wir uns doch nix vor: wenn die demo nur für die beteiligten is, dann muss ich sie nicht draußen machen und mich aufs versammlungsrecht berufen. dann kann ich mich auch inner kneipe treffen oder nen veranstaltungsraum anmieten. da brauche ich keine genehmigung und es ist viel einfacher. die schlicht e tatsache, das dem nicht so ist, deutet m.E. auf ein weitergehendes anliegen hin.

    wobei sich letztlich tatsächlich auch mal die frage stellen ließe, wo die grenzen von demo als politischer aktion tatsächlich liegt und ob nicht kommunikationsguerilla, dezentrale aktionen und dergleichen mehr nicht in vielen fällen (beachte: nicht unbedingt in allen!) schlicht mehr austragen.

  32. 32 qwerty 09. Mai 2007 um 16:56 Uhr

    Aehm, ich finde:

    „Wir haben ein Anliegen und wollen darauf aufmerksam machen“ = „Wir haben es gechecked und ihr nicht“

    Man muss schon was gemeinsam haben und es mit den anderen nicht teilen, sonst ist das ganze Projekt sinnlos (und würde auch gar nicht stattfinden können).

    Und das Gegenteil davon meinst du wäre Anbiederung? Und ganz aristotelisch schlägst du den Mittelweg vor? Also Anbiederung ist in dem Fall nur eine schlechte Werbestrategie (wenn sie denn wirklich beuwsst eingesetzt wird), weil sie meist eher gegenteilige Effekte hat. Und wenn die Leute das wirklich glauben, dann ist es Ideologie.

    Das man auf einer Demo für den Kommunismus die beistehenden Passanten zu Kommunisten macht, halte ich für nicht erreichbar. Und die anderen beschriebenen Effekte hat eine Demo schon, auch wenn dazu vielleicht auch die Illusion gehört, gerade mehr zu tun. Und genau deswegen würde sie nicht im Keller stattfinden können. Eine Demo ist einfach eine andere Art von Statement als ein Artikel oder ein Kneipenabend.

    Beim letzten Punkt würde ich dir zustimmen, aber die guten alten Diskussionsveranstaltungen und Vorträge davon nicht ausnehmen.

  33. 33 double f 11. Mai 2007 um 10:19 Uhr

    Die Erfahrungswerten nehme ich (Achtung Tautologie!) aus gesammelten politischen
    Erfahrungen. Antifademos mögen nicht der Weisheit letzter Schluss sein, allerdings taugen sie m.E. am wenigsten schlechten dazu, antikapitalistische Poistionen in die Öffentlichkeit zu tragen. Dafür ist eine solche Identität fast unerlässlich, weil es in der aktuellen Situation nichts anderes außer der symbolischen Politik (Identität als Linksradikale: ein Symbol für
    Linken Antikapitalismus) gibt. Wenn ich mir die letzten Jahre angucke, dann komme ich zu dem Ergebnis, dass andere Aktionsformen und Ansätze keinen vergleichbaren „Erfolg“ hatten und nach und nach eingegangen sind. Größt mögliche Dauerhaftigkeit, ohne inhaltliche Abstriche zu machen, ist ein wichtiges Kriterium in einer Zeit des linken Niedergangs.

    Zur Pop-Debatte: Ich merke, dass ich mich vertan habe. Abgesehen von der Pluralität beim
    Musikgeschmack ging es mir eigentlich um die Politik-Antipolitik (ein schreckliches Wort)-Debatte (mein Fehler). Dazu kannst du dir mal den Aufruf zum 1. Mai 2001 von der Antifa Aktion Berlin angucken. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich gerade nicht viel Zeit und Lust habe noch viel weiter zu diskutieren, weil ich glaube, dass es sich einfach um unterschiedliche Positionen handelt.

  34. 34 classless 20. Oktober 2010 um 19:03 Uhr

    Ich finde es erhellend, diese Diskussion noch mal mit dem Wissen zu lesen, dass ein Großteil dieser 1000 Demonstrierenden einen Monat später in Rostock, nun ja, aktiv war…

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