Gewalt: Sowas kommt von Sowas

Rostock brennt und die Botschaft des Medienoligopols ist so eindeutig wie selten. Nachdem die Demo friedlich durch die Stadt zog hat ein Haufen „gewaltbereiter Autonomer“ (BildOnline) bzw. „äußerst brutal vorgehender Autonomer“ (SpiegelOnline) die Polizei angegriffen, was zu einer spontanen Solidarisierung der „richtigen“ Demonstrationsteilnehmer mit der Polizei geführt hat. Unklar ist nun allerdings, inwieweit diese Schilderung tatsächlich der Realität entspricht. Zunächst und exemplarisch die gängige Darstellung:

„15.11 Uhr: Eine Gruppe von Polizisten wird von Randalierern eingeschlossen. Vermummte Autonome greifen ein Polizeiauto an, zerstören die Scheiben.
15.19 Uhr: Erste Feuerwerkskörper werden auf die Polizei abgeschossen. Die Beamten wehren sich mit Reizgas.“
(BildOnline: Die G8-Schlacht)

[15:01] Die Protestzüge gehen offiziell zu Ende. Hunderte Vermummte liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei. Es gibt mehrere Verletzte, die genaue Zahl ist noch unklar. Der schwarze Block versucht vorzudringen, die Polizei versucht, die Autonomen abzudrängen.
[15:10] Zahlreiche Demonstranten schließen eine kleine Gruppe von Polizisten ein. Die Beamten werden von der Menge abgedrängt.
[15:12] Rund zehn schwarz vermummte Autonome greifen ein Polizeiauto an werfen die Scheibe ein. Die Polizisten ergreifen daraufhin die Flucht und fahren in hohem Tempo davon.
[15:17] Am Rostocker Stadthafen sind mehrere Hundertschaften der Polizei im Einsatz. Augenzeugen berichten von Festnahmen und Verletzten.
(SpiegelOnline Minutenprotokoll)

Eine erste Ergänzung dieser Einschätzung findet sich auf Indymedia:

„Gegen 15.00 Uhr kippte die Stimmung, nachdem die Polizei ohne erkennbaren Grund den Make-Capitalism-History Block angriff.

Zu Konfrontationen kam es, als der Zug den Rostocker Hafen erreichte, wo eine der Abschlussveranstaltungen geplant war. Hier drängte die Polizei in den Block und spaltete ihn. Dabei schlug sie wahllos auf Personen ein, entsprechende Reaktionen in Form von Wurfgeschossen blieben nicht aus. Zu diesem Zeitpunkt waren fünf Verletzungen und zehn Festnahmen nach unbestätigten Berichten bekannt. Von der Veranstaltungsleitung wurde die Demonstration zu diesem Zeitpunkt als beendet erklärt. Die DemonstrantInnen versuchten, die Situation zu entschärfen, indem sie mit erhobenen Händen auf die Polizei zugingen. Dadurch beruhigte sich die Lage etwas.

Später rückte die Polizei erneut in die Masse vor und wurde in diesem Fall einmal selbt von Menschenreihen umringt. Es flogen Steine, Flaschen und Stöcke auf die BeamtInnen. Dadurch kam es zu weiteren Auseinandersetzungen die im Einsatz von Tränengas durch die Polizei ihren vorläufigen Höhepunkt fanden.

Inzwischen ging der Polizeieinsatz mit fünf Wasserwerfern auf dem Festgelände und drei zusätzlichen auf der Straße weiter, um brennende Barrikaden, bestehend aus einem Auto und Mülltonnen zu löschen. Die Lage schien sich kurzzeitig etwas zu beruhigen, während die BesucherInnen der Veranstaltung in zwei größere Gruppen, durch Polizeieinheiten und deren Wasserwerfer, getrennt wurden. Die Polizei hatte mittlerweile die Zufahrtsstraßen in Richtung Innenstadt abgeriegelt, so dass Einheiten aus mehreren Bundesländern und von der Bundespolizei beschäftigt waren. Einige Zeit später waren Dunstwolken von Tränengas auf dem Festplatz auszumachen.“
(Indymedia: Wilde Auftaktdemo gegen G8)

Hier sieht das schon etwas anders aus. Einigkeit besteht darin, das es gegen 15 Uhr zur Eskalation kam. Entgegen der der offiziellen, polizeilich-medialen Darstellung war es nun also die Polizei, die „ohne erkennbaren Grund den Make-Capitalism-History Block angriff“. Nun ist das natürlich die Darstellung der Menschen aus dem Make-Capitalism-History-Block, keine Frage. Nur ist die von Bild und Spiegel übernommene Darstellung die von der Polizei. Und auch bei der dürfte klar sein, das sie erstmal die Dinge in ihrem eigenen Interesse darstellt und die Aggression gerne auf der anderen Seite sehen möchte.

Das nun aber Menschen aus der Demo sich wehren, wenn plötzlich Polizeiknüppel auf sie niedergehen, dürfte fast schon selbstverständlich sein. Nachdem dann die Polizei versuchte, die Demo in zwei Teile zu spalten („Später rückte die Polizei erneut in die Masse vor“), wurde das als wiederholte Aggression wahrgenommen. Warum auch sollten die Leute, die geminsam zu einer Demo gehen, plötzlich voneinander getrennt werden? Das diese das dann als aggressiven Akt werten, ist tatsächlich kein Wunder. Darum sind die Betroffenen dann in einem Akt der Selbstverteidigung dazu übergegangen, der Polizei hier Grenzen zu setzen („und wurde in diesem Fall einmal selbt von Menschenreihen umringt“). Ja, was haben die denn erwartet? Haben sie gedacht, die GenossInnen würden in aller Gemütsruhe einen Kaffee mit ihnen trinken?

Festhalten können wir auch, das die Verfasserin dieses Textes scheinbar von den übrigen Ereignissen (Angriffe auf die Sparkasse und die US-Absteige) nichts mitbekommen zu haben scheint. Das aber spätestens an einer solchen Stelle die Situation exkaliert und die Dynamik der Demonstration weder vorhersagbar noch in allen Fällen nachvollziehbar ist, dürfte klarsein. Nicht vergessen werden sollte hier die enorme psychische Belastung, der auch die DemonstrationsteilnehmerInnen in dieser Situation unteliegen. Wie was angefangen hat ist in solchen Situationen oftmals nur in Ansätzen bekannt, der Adrenalinspiegel steigt ins schier unermessliche und es tut sich – aus guten Grund – eine Mischung aus Furcht und Angst in Bezug auf die herumstreifenden Polizeieinheiten auf. Ab hier ist alles drin – in jedweder Hinsicht.

Das Ganze ließe sich noch ergänzen mit Gerüchten über Provokationseinheiten der Polizei, deren Aufgabe es in aller Regel ist, für die notwendigen Tätlichkeiten aus der Demo heraus zu sorgen, die der Polizei dann einen Grund zum Eingreifen geben. Oder mit Berichten über Fälle von Polizeibrutalität, die derartig umfassend und eindrücklich sind, das zumindest mir dabei Zweifel an der doch recht einseitigen Berichterstattung von Bild, Spiegel & Co. kommen:

„Das vorgehen der Polizei gestern war meines Erachtens nicht nur fragwürdig, sondern auch inhuman. Die Polizisten sind extrem provozierend und gewaltbereit, auf DemonstrantInnen losgestürmt. Ein Polizeikommandeur stellte beispielsweise durch auffordernde Gesten und Rufe seine Gewaltbereitschaft zur schau die darin gipfelte, dass er eine Demonstrandin, die zwar vermummt war,sich jedoch stehend fernab des Mobs in einer Gruppe von zirka fünf Personen, in der auch ich mich befand aufhielt, im Gesicht Packte und ihr den Kiefer zudrückte. Als daraufhin ein Mann dieser, nicht gewalttätigen gruppe versuchte zu schlichten, wurde er Tätlich von dem Ranghohen Polizisten angegriffen, wobei es diesem gelang einige Tücher vom Gesicht zu reissen. Die Gruppe wurde nun unvermummt ca. einen Meter zurückgedrängt, während ein anderer Polizist völlig grundlos, da keine Gefahr von der Gruppe ausging, Pfefferspray auf die nun unvermummten sprühte. Schließlich wurde noch einer aus der Gruppe zusammengschlagen und herausgezogen. Auch ist der wahllose Einsatz von Tränengas zu kritisieren, da durch den Wind viele unbeteiligte in Mitleidenschaft gezogen wurden und sich der Ganze Platz bald in einer Art Wolke befand. Der Gipfel des ganzen war Schließlich der einsatz der ersten beiden Wasserwerfer, die auf den Kundgebungsplatz und auf die Dächer feuerten, und somit Menschen in Mitleidenschaft zogen, die sich nur das Konzert ansehen wollten. auch ist die Polizei nicht nur gegen Autonome vorgegangen, sondern hat auch friedliche DemonstrantInnen massiv angegriffen.Freunde berichteten mir, ein Polizeiauto fuhr rücksichtslos auf eine Gruppe sitzblockierende zu, die dabei zu Schaden kamen. Schließlich befanden es die Herren von der Polizei auch noch für notig, mit 13(!) Wasserwerfern den Kundgebunsplatz zu umstellen, und die gesamte veranstaltung Massiv zu bedrohen. Die Polizei hat meines erachtens in extremem Maße zur Eskalation beigetragen, und immer wieder in ruhigen Phasen versucht, diese herbeizuführen. (Commentbereich zum obigen Indy-Bericht)

Wenn DemonstrantInnen ohne Vermummung damit rechnen müssen, mit Pfefferspray angegriffen zu werden; wenn einzelnstehende DemonstrantInnen von durchdrehenden PolizeibeamtInnen verprügelt zu werden; wenn Menschen in friedlichen Sitzblockaden von Polizeiautos überrollt werden – dann ist es mehr als legitim, sich vermummt in Blöcken zu organisieren, dann rückt jedes zerbeulte Polizeiauto in die Nähe vorbeugender Repressionsabwehr.

Gestützt werden diese Aussagen durch den Bericht des offiziell akkreditierten Fotografen Christian Schroth:

„Der für den G8-Gipfel offiziell akkreditierte Fotograf Christian Schroth hielt sich nach eigenen Angaben gestern Abend in der Nähe eines Straßenfestes von G8-GipfelgegnerInnen auf der Doberanerstraße in Rostock auf. Ohne Vorankündigung sei eine Kolonne von etwa zehn Polizeifahrzeugen in die Menge gerast, ohne zu bremsen. Die Partygäste vor Ort waren zu diesem Zeitpunkt laut Actionpress-Mitarbeiter Schroth „sehr friedlich“. Die Beamten hingegen seien nach ihrem Eintreffen rabiat in die Menge gedrängt. Eine Bierflasche sei von den Anwesenden als Antwort auf die Staatsdiener geflogen. Als Schroth anmerkte, dass die Polizisten für ihr unbegründetes Handeln wohl eine „Dienstaufsichtsbeschwerde“ bekämen, wurde er von einem der Beteiligten zu Boden geworfen, sagt er. Sein Blitzaufsatz für die Kamera sei zu Bruch gegangen, als ein anderer Beamter versucht habe, ihm die zu entreißen. „Dann hat einer von ihnen auf mich eingeprügelt“, sagt Schroth. Und das, obwohl er deutlich darauf hingewiesen habe, dass er Journalist sei und eine Akkreditierung für den G8-Gipfel habe. Nach der Aktion seien die Polizisten abgezogen. Ihr heftiges Vorgehen hätten sie mit der lauten Musik auf dem Straßenfest gerechtfertigt.“ (Indymedia: Agenturfotograf von Polizist verprügelt)

Einen schönen Eindruck vom Durcheinander vor Ort liefert vielleicht dieser Bericht:

„Ich stand in einiger Entfernung, aber was ich sah, war nicht zu glauben. Aus Gorleben und Hamburg war ich ja schon einiges gewöhnt, aber das…
Es brannte ein Auto und die Feuerwehr konnte nicht löschen da die Leute es nicht zuließen. Plötzlich kam ein Wasserwerfer angerast und eröffnete sofort ohne Vorwarnung das „Feuer“. Die Menge floh. Doch der Wasserwerfer folgte ihnen. Er hat regelrecht Jagt auf die Demonstranten gemacht. Es ist nicht etwa so, daß er gezielt diejenigen beschoß, die an dem Feuer oder der Blockade der Feuerwehr beteiligt waren. Nein, das Gebiet war sehr weitläufig, und viele saßen einfach auf dem Boden und erholten sich, wussten teilw. gar nicht, was da los ist. Der Wasserwerfer hat wild in die Menge geschossen, setzte zurück, dann wieder mit Vollgas nach vorne. Die ganze Zeit wurde mit Wasser alles nass gemacht, was in Reichweite war. Auf einer Telefonzelle stand jmd. mit einer großen Kamera und Stativ. Der ist regelrecht runtergespült worden (komisch daß das keine Bilder im TV hatte).
Die Demonstranten wichen zurück. Und der Wasserwerfer hinterher. Wieder wahllos in die Menge gespritzt. Es war, als wollte da jemand seine Macht demonstrieren. Die Macht des Stärkeren. Kein Wunder also, wenn da Steine und Flaschen fliegen…“

Nun mag sicherlich nicht alles Gold sein was glänzt und auch an Strategie und Taktik militanter Autonomer gibt es sicherlich einiges zu kritisieren. Voraussetzung dafür wäre aber eine Offenlegung über den Verlauf der Eskalationen – und nicht die hier präsentierte Mischung aus Staatsmoral und bürgerlichem Zivilgehorsam. Wenn es in den im Internet kursierenden Video-Berichten von Bild und Spiegel sogar gelingt, mit Bildern von aggressiven PolizistInnen die Gewalt der Demo-TeilnehmerInnen zu kritisieren (1|2), läuft da wohl doch irgendwas falsch…


21 Antworten auf “Gewalt: Sowas kommt von Sowas”


  1. 1 Benni Bärmann 03. Juni 2007 um 21:59 Uhr

    Hm… Also alles was ich bisher von Leuten vor Ort und aus Medien (inkl. Indymedia) entnommen habe, war es schon so, dass die ersten massiven Gewaltakte von Demonstranten ausgingen. Allerdings muß danach von beiden Seiten wiederholt unverantwortlich eskaliert worden sein.

    Was mir nicht in den Kopf will: Es gab vorher Absprachen aller Seiten, von Polizei über Attc bis zur radikalen Linken, dass zumindestens diese eine Demo friedlich bleiben soll. Offensichtlich gab es auf beiden Seiten dennoch Kräfte, die das nicht interessiert hat. Ich finde das von beiden Seiten gleichermassen bescheuert.

    Was kann man als Leere daraus ziehen: Scheinbar reichen 20 Leute um eine Massendemo zu kippen.

  2. 2 qwerty 04. Juni 2007 um 19:38 Uhr

    Benni:

    Du sagst es, Leere

    … bescheuert …

  3. 3 nevermind 04. Juni 2007 um 19:44 Uhr

    „Rostock brennt“
    -> lächerlich ein Auto und einige wenige Barrikaden haben gebrannt,
    bitte nicht selbst auf Bild-Niveau sinken insbesondere wenn man eben dieses kritisieren will

    @Bärmann
    zum Glück ist es nach wie vor so, dass es immer auch Gruppen gibt die sich an keinerlei Absprachen des „bunten“ Bündnis aus vermeintlich Radikalen und Reformern hält
    als „Leere“ (sic!) kann man daraus ziehen, dass die deutsche Sesselfurzerlinke trotz ihrer grandioser Selbstüberschätzung nie eine Rolle spielen wird, wenn Geschichte geschrieben wird

  4. 4 subwave 04. Juni 2007 um 22:19 Uhr

    „Geschichte geschrieben“? lächerlich – oder wer leidet hier an selbstüberschätzung?

  5. 5 Benni Bärmann 05. Juni 2007 um 17:36 Uhr

    @nevermind: Wer sich an keine Absprachen hält ist nicht bündnisfähig, und alleine verändert sich die Welt bekanntlich schlecht.

  6. 6 Naja 05. Juni 2007 um 19:16 Uhr

    Manche Bündnisse sollten auch gar nicht eingegangen werden, weil sie aus ihrer inneren Progammatik nicht halten können. Den Spagat, den die IL versucht, ist schwierig durchzuhalten und man macht sich damit nicht unbedingt beliebt.

  7. 7 subwave 05. Juni 2007 um 20:27 Uhr

    zur IL und ihrer „abgrenzung“ gegen rechts vielleicht auch noch ganz interessant dieser artikel in der jw.

  8. 8 Benni Bärmann 06. Juni 2007 um 0:59 Uhr

    @naja: Wenn man marginalisiert ist (und dass die radikale Linkie marginalisiert ist, darüber brauchen wir uns wohl nicht streiten), muss man halt nehmen was an Bündnispartnern zur Verfügung steht. Alles andere ist nur „Sesselfurzerei“ und sei es auch mit dem Molli in der Hand.

    btw: Wenn man genau hinguckt wird man feststellen dass IL und Attac nicht unerhebliche personelle Überschneidungen haben…

  9. 9 nevermind 06. Juni 2007 um 8:02 Uhr

    Ich denke nicht, dass man Bündnisse mit jedem eingehen sollte, insbesondere da ein Bündnis mit attac wohl kaum aus der Marginalisierung hiflt (sie mögen zwar viele Mitglieder haben, einen Platz im öffentlichen Diskurs haben sie nicht, es sei denn es is mal wieder Gipfel) und
    Wenn man genau hinguckt wird man feststellen, dass die selbsternannte radikale Linke perspektivlos im Kreis die „andere“ Linke kritisiert, was noch immer die beste Möglichkeit ist seine eigene Handlungsunfähigkeit zu überspielen.

  10. 10 Don Pepone 08. Juni 2007 um 17:13 Uhr

    Die Frage ist, ob die Agressionen tatsächlich von der Seite der Demonstranten ausgingen, oder ob sich die Polizei nicht, wie in Genua u.auf anderen Demos nachgewiesener Maßen, den Einsazu von „Agents Provocateur“ zunutze gemacht hat.
    Ich sah jedenfalls auf N-TV einen entsprechenden Bericht, auf dem ein „angebl. Autonomer“ von Demonstranten angegriffen wurde und den das Legal-Team schützen und in Sicherheit bringen mußte.
    Der gleiche Filmausschnitt wurde später in einem anderen Kontext (Demonstranten greifen Steinewerfer an) noch einmal wiederholt. Ich gehe davon aus, daß N-TV bei einer evtl. Wiederholung des ersten Beitrags entsprechende Konsequenzen angedroht wurden.

  11. 11 A.M.P. 08. Juni 2007 um 18:37 Uhr

    Sehr gutes Flugblatt zum Thema Gewalt von der AAB zum 1.Mai auf der Seite der T.O.P. : http://top-berlin.net/?p=30#more-30
    Prädikat: sehr empfehlenswert!

  12. 12 Benni Bärmann 09. Juni 2007 um 0:30 Uhr

    @Pepone: Nein, das ist gerade nicht die Frage. Natürlich gab es Provokateure, einer wurde wohl sogar in Anwesenheit von Dutzenden Medienleuten entlarvt. Die Frage ist, wie man damit umgeht.

  13. 13 Ende der Gewalt! 09. Juni 2007 um 16:17 Uhr

    Und wenn 1-10 Bullen auch steine geschmissen haben und/oder zu den Ausschreitungen beigetragen haben… Genossen, u are welcome!

  14. 14 bikepunk 089 10. Juni 2007 um 19:25 Uhr
  15. 15 bikepunk 089 10. Juni 2007 um 19:31 Uhr

    Arrgh! Ich und xhtml! kannst du den ersten link bitte reparieren, er verweist auf denselben Artikel wie der Trackback:
    http://bkpnk089.blogsport.de/2007/06/10/wie-war-das-in-rostock/

  16. 16 genervt 11. Juni 2007 um 19:32 Uhr

    @benni Bärmann
    Was genau findest du denn bescheuert, dass du nicht als artiger Demonstrant wahrgenommen worden bist, der sich nach einer wilden Jugendzeit in den Kreis der guten Demokraten einreiht?
    Liess mal das Flugblatt zum 1. Mai.

  17. 17 Benni Bärmann 12. Juni 2007 um 13:58 Uhr

    @genervt: ich war garnicht dabei, hab nur mit Leuten vor Ort gesprochen. Das Flugbaltt hab ich auch nur überflogen, aber da geht es eh um ganz andere Fragen, nämlich um Grundsätzliche. Darum geht es mir gerade nicht. Mir gehts nur darum, dass das am Samstag kontraproduktiv war, ganz unabhängig davon ob man jetzt generell gewaltbereit ist oder nicht. Das Argument mit der Aufmerksamkeit zieht ausserdem _in_diesem_Fall nicht, weil die ja schon da war.

  18. 18 genervt 12. Juni 2007 um 16:18 Uhr

    Kontraproduktiv wofür? um von Merkel und co. umarmt zu werden?
    Die ganze Gewaltdebatte läuft doch nach dem Muster „gewaltbereite/ böse/ destruktive Demosntranten“ vs. „friedliche/ gute/ konstruktive Demonstranten“. Letztere werden doch von allen hofiert. Protest ist in. Wer sich auf diese Debatte einlässt, unabhängig ob man jetzt komplett zufrieden mit dem Verlauf der Proteste ist, betreibt die Delegitimerung von radikaler Kritik an den bestehenden Verhältnissen um des Mitmachen willens. Wer nicht nur einer Modewelle mitschwimmen und einen Ministerposten in der übernächsten rot-grünen Regierung anstrebt sollte sich darüber Gedanken machen. Sonst endet kritisches Bewusstsein beim Linkskeynesianismus.

  19. 19 A.M.P. 12. Juni 2007 um 18:18 Uhr

    Ich lach mich scheckig hier ein Text von Franz Walter bei www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,487659,00.html über Autonome. Ich sag nur Mob Action. Hihi

  20. 20 Benni Bärmann 12. Juni 2007 um 22:13 Uhr

    @genervt:

    Es muss doch möglich sein konkrete Aktionen zu kritisieren ohen dass man gleich der Feind ist, oder?

  21. 21 genervt 13. Juni 2007 um 13:18 Uhr

    Formulierungen wie „20 Leute reichen aus um eine Massendemo zu kippen“
    zielen aber genau in die von mir skizzierte Richtung der aktuellen Debatte und unterscheiden sich erstmal nicht vom Distanzierungschor, der sich im vorauseilenden Gehorsam übt. Davon sollte sich „konkrete Kritik“ auf jeden Fall absetzen.
    Übrigens halte ich es für nur begrenzt sinnvoll, sich den Kopf der IL zu zerbrechen, wie sie weiterhin bündnisfähig sein kann. Das tut sie schon selber. Sinnvoll ist m.E. eine Kritik der inhaltlichen Beliebigkeit bei der Bündnisarbeit und auch in Zukunft. Wieso sollte man z.B. weiterhin mit attac zusammenarbeiten wollen, die ja inzwischen völlig offen ihre Ablehnung von grundsätzlicher Kapitalismuskritik zur Schau stellen? (thanx eob)
    Bündnisse machen doch nur Sinn, wenn die eigenen Positionen auch vorkommen können. Alles andere ist Bündnisarbeit um ihrer selbst, also der reinen Menge wegen.

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