Wissenschaftliches

Mensch fragt sich ja immer wieder, wie WissenschaftlerInnen so dazu kommen, sich genau mit dem Thema zu beschäftigen, mit dem sie das dann tun. Hier ein exemplarisches Beispiel:

ZEIT Campus: Sie haben in Ihrer Diplomarbeit Orte fotografiert, an denen Menschen anonym Sex haben. Wie sind Sie darauf gekommen?

Holger Stöhrmann: Ich habe zufällig in einer Zeitung gelesen, dass solche Treffpunkte immer beliebter werden. Das fand ich spannend.

„Das fand ich spannend“. „Ich habe zufällig in einer Zeitung gelesen, …“. So kommen Forschungsfragen zustande. Ein hoch auf die systematische Erforschung gesellschaftlicher Problemfelder.


8 Antworten auf “Wissenschaftliches”


  1. 1 Benni 31. Juli 2007 um 11:45 Uhr

    Ich verstehe nicht, wo das Problem ist. Ich finde es im Gegenteil erfrischend, wenn Forscher zu ihren persönlichen Marotten stehen können und nicht wie sonst üblich an ihrer überpersönlichen Aura basteln.

  2. 2 nachdenklich 31. Juli 2007 um 20:37 Uhr

    Ich verstehe Dich, aber sind Beispiele nicht immer exemplarisch?

  3. 3 emanzipationoderbarbarei 31. Juli 2007 um 21:02 Uhr

    was meinst du mit „beispiele“?

  4. 4 werrte 01. August 2007 um 9:50 Uhr

    Wo sollen denn die Anstöße zur Forschung sonst herkommen, wenn nicht aus dem Alltagsleben? Vom Politbüro?

  5. 5 emanzipationoderbarbarei 01. August 2007 um 10:01 Uhr

    Nö. Aber vielleicht mal aus Reflexion… aber das wäre vermutlich unwissenschaftlich…

  6. 6 flup 02. August 2007 um 18:48 Uhr

    Was „wissenschaftlich“ ist kannst du bei Popper nachlesen.
    Unter diese Definition fällt wohl kaum wer der ein
    paar Fotos macht, im Artikel gibts ja nichtmal den
    Hauch irgendeiner wissenschaftlichen Theorie.
    „WisschenschaftlerInnnen“ über irgendeinen Diplomanden
    der ein paar Fotos macht zu kritisieren… was soll
    man dazu sagen.
    Überhaupt scheinst du ein ziemlich eingeschränktes Bild
    von „Wissenschaft“ zu haben, wie passt denn
    Grundlagenforschung für dich mit Reflexion zusammen?

  7. 7 wieso wissenschaft? 23. September 2007 um 0:46 Uhr

    Die Diplomarbeit um die hier diskutiert wird hat doch nun wirklich überhaupt NICHTS mit Wissenschaft zu tun. Und ich konnte auch nicht finden, wo dies behauptet wird …
    Es handelt sich um eine rein dokumentarische Fotoserie, die einfach nur zeigen soll, was da draußen los ist.
    Sicherlich soll sie auch zum Nachdenken anregen – im Idealfall – aber eine wissenschaftliche Aussage geht weder von dieser noch von sonst irgendeiner Fotoserie aus, die man in Gesellschaftsmagzinen abgedruckt findet.

  8. 8 emanzipationoderbarbarei 23. September 2007 um 11:57 Uhr

    also diplomarbeiten werden ja für gewöhnlich an universitäten (oder fachhochschulen geschrieben). und das hat für mich schon was mit wissenschaft zu tun, so irgendwie…

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