Labour Kills – mal anders

Am Montag, dem 1. Juli 2008 ist die Bundeswehr im schnuckeligen Göttingen auf Nachwuchsfang gegangen. Eine Veranstaltung im Arbeitsamt sollte helfen, den gefühlten Nachwuchsmangel der deutschen Kriegsmaschinerie zu beseitigen (mehr Infos: 1|2|3).

Laut taz kam von den ebenfalls anwesenden ProtestiererInnen die Auskunft, es handele sich „‚Rekrutierungsveranstaltung‘. Die Bundeswehr nutze die Notlage von Arbeitslosen aus.“ Das ist sicherlich nicht ganz falsch, enthält aber eine wesentliche Wahrheit über den Kapitalismus, der mit dem Satz so direkt noch nicht ausgesprochen ist: das es im Kapitalismus nämlich um Arbeit geht. Scheiß egal welcher Job, hauptsache der Rubel rollt. Egal ob du gerne Brot backen oder Autos reparieren willst – im Zweifelsfall musst du halt Leute erschießen. Ein Job ist so gut wie der andere. Nur das dieser eben mit überdurchschnittlich krassen anti-emanzipatorischen Nebenwirkungen ausgestattet ist: