Go Marcel Go

Wer dachte, der olle Kapitalismus wäre derzeit der einzige, der auf’s seine alten Tage noch mal krachen lässt, wurde gestern Abend eines besseren belehrt. Die geneigte TatortzuschauerIn, die nochmal kurz ins ZDF zappte traute ihren Augen und Ohren schon nicht mehr, als „Deutschland sucht den Superstar“ zur Unterhaltungsshow des Jahres gekürt wurde. Jaja… Krisenphänomene wo das Auge schaut.

Dann trat Thomas Gottschalk ans Mikro und begann mit einer Laudatio auf – Marcel Reich-Ranicki, die einem die Tränen vor Fremdscham in die Augen trieb. Allerdings musste ich gegen Ende der nun folgenden Minuten feststellen, dass scheinbar sogar Herr Reich-Ranicki nachsichtiger ist als ich:

The Godfather des Literarischen Quartetts ließ es in sanfter Steigerung dann fünf Minuten Schmach und Ekel über das deutsche Fernsehen und insbesondere seine Mitgewinner regnen. So angewiderten Charme darf halt nur Marcel verspühen. Teddy hätte geklatscht. Aber seht selbst ;O)

Schade nur, das er sich am Ende kaufen lässt….


5 Antworten auf “Go Marcel Go”


  1. 1 schatten.kontrastieren 13. Oktober 2008 um 19:48 Uhr

    Gestern war doch garkein Tatort

  2. 2 Nacho 13. Oktober 2008 um 20:25 Uhr

    Aber Krimi war trotzdem irgendwie.

    So ging es den ganzen Abend, und zwischendurch immer wieder Köche, nichts als Köche. Es war schrecklich.

    Aus nem Interview danach.

    Großartig.

  3. 3 lyzi 14. Oktober 2008 um 18:23 Uhr

    LOL, ausgerechnet der senile Literaturschutzpark-Verwaltungsbeamte Reich-Ranicki jammert übers Niveau im dt. Fernsehen. Das ist ungefähr so, als würde Peter Maffay das Niveau des dt. Schlagers bemängeln.

    Ansonsten: Solange es noch keine Show namens „Deutschland sucht den Super-Wertkritiker“ gibt, kanns so schlimm nicht sein.

  4. 4 waddehadde (duddeda) 15. Oktober 2008 um 15:17 Uhr

    Also ich mag Peter Maffay… „Nie war ich tiefer nie tiefer tiiiiefer bei Dir!“ Geil.

  5. 5 Michelle 24. Oktober 2008 um 22:35 Uhr

    >>Großartig.

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