Staatsbubble

Nachdem der letzte Bubble geplatzt ist, fragen sich alle (oder zumindest viele), wo denn wohl der nächste entstehen mag. Bei den Rohstoffen sieht’s grade mau aus, und so sieht es aus, als könne der Staat zum neuen ökonomischen Shootingstar werden. Denn damit sich das Geld nicht in Luft auflöst, will der Staat dafür garantieren, es also letztlich ersetzen. Aus fiktivem Geld im Finanzsektor wird so fiktives Geld im Staatssektor. Ökonomisch macht das keinen großen Unterschied. Zudem dient das Geld nicht mal dazu, ein wenigstens kurzfristiges Konjunkturfeuer zu entfachen. Es ist einfach weg.

Auch für die Sparer*Innen wird der Staat immer wichtiger. Staatsanleihen boomen wie lange nicht uns gelten als sichere Anlage. Außer in Island vielleicht. Das Geld wird also den Finanzmärkten entzogen und fließt in den Staat. Was auch Grenzen hat. Irgendwie muss der das schließlich auch mal zurückzahlen. Nach einem funktionstüchtigen Akkumulationsmodell sieht das jedenfalls nicht aus…


1 Antwort auf “Staatsbubble”


  1. 1 Benni Bärmann 02. November 2008 um 20:52 Uhr

    Wenn der Staat seine Versprechen am Ende einhalten muß, wird das dazu führen, dass er jede Menge Anleihen raushauen muß und das führt zu einem Sturz der Preise bei Staatsanleihen. So unsicher wie gerade waren Staatsanleihen noch nie. In manchen Schwellenländern und in manchen Osteuropäischen Ländern will die schon jetzt niemand mehr haben. Deswegen brauchen die ja Geld vom IWF.

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