Großstadt-Tanzvergnügen vs. Dorfdisco

Manche Dinge verstehe ich einfach nicht. Warum etwa über Selbstverständlichkeiten ein solches Aufheben gemacht wird. Da gibt es in Göttingen seit Jahren im Kabale jeden Dienstag ab 20.30 Uhr Frauenkneipe. Das kümmert eigentlich niemenschen so richtig und ist im Grunde auch kein Problem. Das es in einer von Männern beherrschten Welt wenigstens einmal in der Woche eine Kneipe in der Stadt gibt, in der frau ausgehen kann, ohne von selbigen beherrscht zu werden, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Es macht die Welt nicht viel besser, macht sie aber für die eine oder andere ein wenig angenehmer.

In anderen Städten ist es darüber hinaus eine Selbstverständlichkeit, das dergleichen auch in Discos passiert: das es gelegentlich Discos und Parties gibt, in denen Männer nix zu suchen haben. Soll angeblich gut für die Athmosphäre sein. Auch das macht die Welt nicht viel besser, aber die eine oder die andere hat eine schöne Party.

In Göttingen gab es dergleichen bislang allerdings nicht. Im Dorf findet die Disco zumeist eher anders statt. Einige sollen das sogar noch lustig finden.

Damit ist nun aber Schluss. Denn neuerdings gibt es auch Grosstadttanzvergnügen in Göttingen. Mehr davon!


8 Antworten auf “Großstadt-Tanzvergnügen vs. Dorfdisco”


  1. 1 Nacho 19. Januar 2009 um 11:06 Uhr

    „Das kümmert eigentlich niemenschen so richtig und ist im Grunde auch kein Okay.“
    Freudscher Versprecher, oder ein Idiom, dass ich noch nicht kenne? :-)

  2. 2 Juli 19. Januar 2009 um 11:58 Uhr

    Nicht zu stoppen, dieser Kerl….

  3. 3 Wendy 20. Januar 2009 um 22:22 Uhr

    „[…]in einer von Männern beherrschten Welt[…]“.

    Du lebst in einer einfachen, in einer sehr, sehr einfachen Welt.

  4. 4 lahmacun 21. Januar 2009 um 0:21 Uhr
  5. 5 oha 21. Januar 2009 um 0:40 Uhr

    juhu blogwars!

    ähm ne. da les ich lieber bei altermedia weiter. die haben da wenigstens humor.

  6. 6 Juli 21. Januar 2009 um 11:27 Uhr

    @wendy

    Tue ich? Ach so…

  7. 7 miss taken identity 21. Januar 2009 um 15:25 Uhr

    Wer von „Differenz“ (s. lahmacuns Link), also der Art wie die Leute durch die Herrschaft unterschiedlich durchsortiert werden, auf eine bewusste Beherrschung, die kollektiv von den dadurch Bessergestelten ausgeübt würde, kommt, macht es sich tatsächlich einfach.

  8. 8 dorfdisco knows best 24. Januar 2009 um 13:30 Uhr

    Hahah! Als ob auf der Dorfdisco behauptet wurde dass es ein Problem wäre, dass Frauen auch mal unter sich bleiben wollen. Nächstes mal genauer die Kritik lesen! Vogel!

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