Archiv für Juni 2009

Wurst mit Brot (1)

In der letzten „sonntaz“, die es jedes Wochenende zusammen mit der taz am Kiosk gibt, gab es letztes Wochenende einen Text über den, die und das Tofu. Also, nicht über die grammatikalischen Formen, sondern eher über geschmackliche Fragen, kulturelle Bedeutungen und dergleichen mehr. „Kulturkritik“ nannte sich das Ganze und stammte allem Anschein nach aus der Feder von einem, der nicht weiß, worüber er schreibt. (mehr…)

Wenn das Adorno wüsste

Teddy Adorno, der Großmeister der Kritischen Theorie, ist ja nicht zuletzt ob seiner Musiktheorie ebenso bekannt wie umstritten. Glückseeliges Geschunkel galt ihm als unschicklich, als Zeichen für den Untergang des Individuums in der Masse. Da jedoch hatte der alte Hesse die Rechnung allem Anschein nach ohne den Karneval gemacht:

Hier der Text:

Der wahre Wert des Warenwerts und der Akkumulation,
Die führen zur Entfremdung und dann zur Revolution.
Die Quantität des Wochenlohns hängt vom Preis der Arbeit ab.
Die Herrschaft des Kapitals bringt uns alle noch ins Grab.

Dä Kommunismus, dä hät ene Rhythmus,
Ener fängk zu schunkele an, bis jeder mit muss.
Nur keine Hektik wegen der Dialektik:
Venceremos, leev Jenossen, jetz jeit et loß!

Jeldumlauf un Arbeitskraft steigern de Produktion.
Doch entsteht daraus kein Eijentum, dann folcht de Frustration.
Haupt- und Nebenwiderspruch sind die Säulen dieses Staats,
drum sind mer für de Diktatur des Proletariats.

Dä Kommunismus…

Dat Rosa kütt us Luxemburch, dä Marx, der kütt us Trier.
Der Engels sitzt im Festkomitee. Herr Ober, noch ein Bier!
Achtung, Jenossen, opjepaß! Mer starte den langen Marsch.
Und treten der Burschuasie janz kräftich in den Arsch!

Dä Kommunismus…

(Laut taz (http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2004/02/20/a0008) erstmals aufgeführt am 7. Januar 1998 bei der Kölner Stunksitzung; Komposition & Text: Wilhelm Künsting; Gesang: M. Bajohr & B. Wanninger=

Lyrics via Ormansjournal

Der Juli-Song

Das die Julis ganz toll singen können, dass haben sie ja am letzten Freitag bewiesen, als sie gegen den Linksfaschismus der Linkspartei demonstriert und nach dem Verlesen einer Liste von Mauertoten (direkt am Platz der Synagoge, bei anderen wäre diese Form der Geschichtsklitterung ein Skandal) gemeinsam mit den übrigen anwesenden das „Deutschlandlied“ angestimmt hat. Leider waren die Gegendemonstrantinnen zu laut als das heraus zu hören gewesen wäre, ob es sich dabei um die erste, die zweite oder die dritte Strophe war. Wie dem auch sei, musikalisch hat der Laden auch sonst einiges zu bieten, sogar nach mir wurde bereits ein Song benannt. Because of this – the Juli-Song:

Für die Freiheit wolln‘ wir streiten,
Menschenrecht den Weg bereiten,
reichen Fremden gerne die Hand
Bereicherung für unser Land.
Wir wollen keine falsche Gleichheit,
sondern Chancengerechtigkeit.
Wir wollen Verantwortung privat
und wollen keinen starken Staat

Ref:
Denn wir sind jung und wir sind frei
und eins ist klar, wir sind dabei.
Rot und Grün kann uns nicht schrecken,
Schwarz niemals das Herz erwecken.
Freiheit bleibt unser Ideal,
denn wir sind Jung und Liberal

Wir wollen Marktwirtschaft gestalten,
statt Korruption verwalten.
Bei der Umwelt, da denken wir schon
an die nächste Gen‘ration
Mit CDU und CSU
macht Deutschland seine Grenzen zu.
Das werden wir verhindern,
nicht nur mit High-Tech-Indern

Ref.:
Denn wir sind jung und wir sind frei
und eins ist klar, wir sind dabei.
Rot und Grün kann uns nicht schrecken,
Schwarz niemals das Herz erwecken.
Freiheit bleibt unser Ideal,
denn wir sind Jung und Liberal

Will die SPD verschulden,
werden wir das ihr nicht dulden.
Jetzt ist Schluss mit aller Subvention
und der Steinkohlereligion.
Sind die Grünen so betroffen,
falsch gefühligkeitsbesoffen.
Der Traum von einer bess‘ren Welt
träumt sich schön mit fremdem Geld

Ref.
Denn wir sind jung und wir sind frei,
und eins ist klar, wir sind dabei.
Rot und grün kann uns nicht schrecken,
Schwarz niemals das Herz erwecken
Freiheit bleibt unser Ideal,
denn wir sind jung und liberal