Wenn das Adorno wüsste

Teddy Adorno, der Großmeister der Kritischen Theorie, ist ja nicht zuletzt ob seiner Musiktheorie ebenso bekannt wie umstritten. Glückseeliges Geschunkel galt ihm als unschicklich, als Zeichen für den Untergang des Individuums in der Masse. Da jedoch hatte der alte Hesse die Rechnung allem Anschein nach ohne den Karneval gemacht:

Hier der Text:

Der wahre Wert des Warenwerts und der Akkumulation,
Die führen zur Entfremdung und dann zur Revolution.
Die Quantität des Wochenlohns hängt vom Preis der Arbeit ab.
Die Herrschaft des Kapitals bringt uns alle noch ins Grab.

Dä Kommunismus, dä hät ene Rhythmus,
Ener fängk zu schunkele an, bis jeder mit muss.
Nur keine Hektik wegen der Dialektik:
Venceremos, leev Jenossen, jetz jeit et loß!

Jeldumlauf un Arbeitskraft steigern de Produktion.
Doch entsteht daraus kein Eijentum, dann folcht de Frustration.
Haupt- und Nebenwiderspruch sind die Säulen dieses Staats,
drum sind mer für de Diktatur des Proletariats.

Dä Kommunismus…

Dat Rosa kütt us Luxemburch, dä Marx, der kütt us Trier.
Der Engels sitzt im Festkomitee. Herr Ober, noch ein Bier!
Achtung, Jenossen, opjepaß! Mer starte den langen Marsch.
Und treten der Burschuasie janz kräftich in den Arsch!

Dä Kommunismus…

(Laut taz (http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2004/02/20/a0008) erstmals aufgeführt am 7. Januar 1998 bei der Kölner Stunksitzung; Komposition & Text: Wilhelm Künsting; Gesang: M. Bajohr & B. Wanninger=

Lyrics via Ormansjournal