Archiv für Oktober 2010

Gremliza zu Sarrazin

Bereits vor einiger Zeit, als Thilo Sarrazin in einem Interview gegenüber der Lettre International zu Protokoll gab, wie er sich moderne Bioethik vorstellt, hat Hermann L. Gremliza, seines Zeichens Herausgeber der Konkret, dessen Ausfälle recht treffend kommentiert:

Nun, nachdem die ganze Republik von nichts anderem spricht als von Sarrazins Rassekunde, hat er nachgelegt:

Das Haus am See

Angeln fand ich ja noch nie sonderlich toll:

„Die Jugend 2010 gibt ein verblüffendes Bild ab. Sie präsentiert sich sehr erwachsen, kontrolliert und vernünftig. Zielstrebig will sie ihren eigenen Weg finden. Dabei stehen Bildung, Karriere und ein hoffentlich gutes Einkommen hoch im Kurs. Eine große Anpassungs-Bereitschaft, persönliche Beweglichkeit und Pflichtbewusstsein werden ebenso als Garanten eines erfolgreichen bzw. abgesicherten Lebens angesehen, wie ein breites Kompetenz-Spektrum. Die Lebensentwürfe der jungen Menschen sind von klaren und vor allem erreichbaren Zielen bestimmt. Dabei scheint in diesen Entwürfen immer eine Biedermeierwelt durch, in der das zentrale Lebensziel darin besteht, ein kleines Haus mit Garten oder eine Eigentumswohnung zu besitzen. Bewohnt mit der eigenen Familien, den (beiden) Kindern und dem Hund. Das Lied von Peter Fox über das „Haus am See“ ist daher eine Hymne an ein beschauliches Leben, in dem man endgültig angekommen ist, sich niedergelassen und sich im Kreise der Familie wohlfühlt. Zuhause will man sich gemütlich einrichten und Geborgenheit erfahren.“(Die Absturz-Panik der Generation Biedermeier; rheingold-Jugendstudie 2010)