Sprachmaterialismus

Immer mal wieder wird in Blogdiskussionen (etwa: hier) oder in Polit-Gruppen über Sprache und Geschlecht gestritten. Während die einen finden, das Benennen geschlechtlicher Zuschreibungen sei eine Selbstverständlichkeit emanzipativer Praxis und ihr ausblenden Zeichen finstersten Sexismus (etwa: hier), wird einer solche Position häufig vorgeworfen, sie wolle doch bl0ß netter über die Welt reden, anstatt sie endlich zu verändern (etwa: hier).

Eine etwas umfassendere Auseinandersetzung mit dieser Frage hat nun die Gruppe 180° vorgelegt (nämlich: hier). Das Interessante dabei ist m.E., dass die Argumentation streng materialistisch verfährt, also Sprachpraxis in den Kontext gesellschaftlicher Verhältnisse stellt. Weshalb der Text allen wärmstens ans Herz gelegt sei.