Archiv für Februar 2011

Besser Treffen

Viele werden es kennen: Egal ob beim Treffen der Politgruppe, beim Meeting der WG oder beim Plenum zur Vorbereitung von Großevents – immer ist es zäh, nervig und stressig. Das liegt nicht zuletzt daran, dass solche Treffen als Interaktion von vielen Einzelnen eine ziemlich anspruchsvolle Sache sind. Und wir selber lange Jahre davon abgehalten wurden, uns selber um solche Fragestellungen zu kümmern. Das hat unlängst auch die Gruppe 180° in einem längeren Text durchdekliniert, den ihr hier findet.

Etwas grundsätzlicher und differenzierter auf den möglichst stress- und hierarchiefreien Ablauf von Gruppentreffen geht ein Text ein, der seit kurzem über einige Mailinglisten verschickt wird und den ich zur Besseren Verfügbarkeit nun online zur Verfügung stellen möchte: Besser Treffen

Zum Anlesen hier das Geleitwort:

Zum Geleit
Ziel dieses Textes ist es, Anregungen und Hilfestellungen für eine selbstorganisiertere (d.h. effektivere und produktivere) gemeinsame Arbeitsstruktur und -kultur anzubieten.
Über die folgenden Hinweise für die bessere Gestaltung von Treffen hinaus gibt es sicher viele weitere wichtige Empfehlungen, Tipps und Ratschläge. Das Besondere an der hier vorliegenden Zusammenfassung ist, dass sie auf der Basis eines emanzipatorischen Anspruchs geschrieben wurde.
Die hier zusammengetragenen Gedanken und Hinweise sind im Wesentlichen Ergebnis und Zusammenfassung
meiner langjährigen Praxiserfahrung.

Die hier vertretene Basisargumentation für die Verbesserung von Treffen lautet:

1. Die Vielfältigkeiten und Ressourcen aller Mitmachenden sind zu berücksichtigen, zu wertschätzen und zu nutzen.
2. Je höher der Grad der Selbstorganisation eines Arbeitszusammenhanges ist, desto mehr kann er nachhaltige Erfolge realisieren.
3. Weil vertikale Strukturen für die Realisierung des Optimums an nachhaltigen Erfolgen hinderlich sind, sind sie in horizontale zu überführen.
4. Für den Ablauf von Treffen ist zentral, welche Haltung die Teilnehmenden zueinander einnehmen.
5. Methoden erhöhen, wenn sie richtig genutzt werden, die Teilhabemöglichkeiten und erleichtern erfolgreiches Zusammenarbeiten.