Lebensmittel? Verschwendung!

Von Zeit zu Zeit kämpfen sich Wahrheiten an die Oberfläche. Das Hunger nicht sein müsste zum Beispiel und das genug Lebensmittel produziert werden, um ihn zu stillen. Darauf wurde hier schon einige Male hingewiesen (1|2). Nun hat es eine Studie der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in die Schlagzeilen geschafft. Die Studie gibt es hier zum Download und hier als Zusammenfassung in englischer Sprache.

Bei der Studie geht es um die Verschwendung von Lebensmitteln. Allem Anschein nach bringt die Art und Weise der Produktion und des Austausches die Nebenwirkung mit sich, dass die einmal produzierten Güter nicht optimal zum Nutzen der Menschen eingesetzt werden. Im Schnitt 115 Kilogramm Lebensmittel würden in den industriellen Zentren Europas und Nordamerikas pro Jahr und pro Mensch vergeudet:

„Während die Rohstoffe in den Entwicklungsländern hauptsächlich beim Transport zwischen Ernte und Verkauf verloren gehen, sind in den wohlhabenden Regionen der Welt überwiegend die Händler und Konsumenten verantwortlich. Häufig führten dort „mangelnde Einkaufsplanung oder übertriebene Vorsicht bei Haltbarkeitsdaten zu großer Verschwendung“, heißt es in der Studie. Viele Lebensmittel würden weggeworfen, weil sie in Form und Aussehen nicht der erwarteten Norm entsprächen.“ (tagesschau)

Das Phänomen ist vielen bekannt und führt zuweilen zu widerständige Praxen des Containerns. Das gleichzeitig zur Allgemeinen Verschwendung die Lebensmittelpreise auf Rekordniveau gestiegen sind, macht einmal mehr die bittere Realität deutlich: Genug Nahrungsmittel wären schon da, sie wollen nur nicht durch das Nadelöhr von Ware und Geld – Beziehungen hindurch….


4 Antworten auf “Lebensmittel? Verschwendung!”


  1. 1 C.Brecht 18. Mai 2011 um 20:33 Uhr

    Hallo Juli!

    Wie Du schon sagst „Das Phänomen ist vielen bekannt“, ich finde es trotzdem sehr wichtig, dieses Thema immer wieder (im wahrsten Sinne des Wortes), „auf den Tisch“ zu bringen.

    Es handelt sich dabei um einen so grossen Missstand, der einfach „unglaublich“ ist. Es gibt zwar inzwischen immerhin in vielen Städten „die Tafeln“, wo die „übriggebliebenen Lebensmittel der Discounter“ wenigstens noch weiterverwendet werden, aber „der Weisheit letzter Schluss“ sind sie nun auch nicht … ja, wir sind eine Wegwerfgesellschaft … leider!

    Aber hoffentlich ist mir das auch noch beim nächsten „abelaufenen“ Jogurtbecher bewusst …

    Vielen Dank für den „Fingerzeig“, lG, C.Brecht

  2. 2 brummbeil 14. Juni 2011 um 20:31 Uhr

    Lieber Brecht,

    wem nützts, dass es dir beim weggeworfenen Joghurt bewusst ist?

    Mit freundlichem Gruß,

    brummbeil

  3. 3 C.Brecht 23. August 2011 um 14:32 Uhr

    Hallo brummbeil,
    naja, es ist ein „Anfang“, oder? Ohne das Bewusstsein für Missstände gibt es keine Veränderung im Leben …
    Und zwar weder im Leben Einzelner noch in dem von Ländern, Kontinenten, unserer Welt.
    Ja, dass klingt pathetisch, aber ist Hoffnung je falsch?! Ich glaube nicht!
    MfG, C.Brecht

  4. 4 Juli 12. September 2011 um 12:57 Uhr

    Es ist ja tatsächlich nicht nur eine Frage des individuellen Umgangs mit Ressourcen. Das Ganze hat ja, um diese oft gebrauchte Formulierung zu wiederholen, System. Sich das immer wieder vor Augen zu führen, scheint mir wichtig: Der Kapitalismus ist nicht das rationale System der Bedürfnisbefriedigung, für das er immer wieder ausgegeben wird. Er produziert vielmehr Irrationalitäten an allen Ecken und Enden….

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