Archiv für Juni 2011

Die Zukunft verbrennen

sechs thesen zur krise der warengesellschaft und ihrer energienutzung

1. wachstum ist der warengesellschaft inhärent

ohne wachstum geht nichts im kapitalismus. aus geld soll mehr geld werden. die steigerung des bruttosozialprodukts ist das heilige ziel jedweder wirtschaftspolitik, ganz gleich, ob sie postkeynesianisch oder neoliberal geheißen wird. die durch den vergleich verausgabter arbeitszeiten in gang gesetzte konkurrenz bringt es mit sich, das nur bestehen kann, wer den so hervorgebrachten standards entspricht. die handlungen, die den standard hervorbringen, werden so gleichsam von dem standard beherrscht. in diesem sinne ist der kapitalismus die herrschaft von menschen über menschen und in diesem sinne bringt er eine zwar von den menschen hervorgebrachte, sich ihnen gegenüber jedoch verselbständigende dynamik hervor. diese dynamik hat den gnadenlosen wachstumszwang warenproduzierender ökonomien zur folge. (mehr…)