Archiv für September 2011

Der Anfang des Euro

Obwohl ich früher noch in der Schule gelernt habe, Staaten könnten nicht pleite gehen, scheint auch dieses Novum in greifbare Nähe gerückt. Zumindest wenn es nach Teilen der deutschen Politik geht. Wirtschaftsminister Philipp Rösler beispielsweise, ein bekannter Freigeist bei den Freiliberalen, hat dazu aufgefordert, diesbezügliche „Denkverbote“ aufzugeben. FDP-Generalsekretär Christian Lindner präzisierte das und legte es der griechischen Regierung nahe, „aus der Euro-Zone ausscheiden (zu) müssen oder (zu) wollen.“ (tagesschau)

Das alles kann nun nicht wirklich verwundern, sondern war schon lange Zeit absehbar. So wurde – um ein nicht ganz willkürliches Beispiel herauszugreifen – bereits im November 1996 unter dem Titel „Perspektiven und Konsequenzen der Europäischen Währungsunion“ im Bundestag eine Studie von Ernst Lohoff und Norbert Trenkle vorgestellt, die diese im Auftrag der PDS-Bundestagsgruppe erarbeitet hatten. Bereits hier wurde vorgezeichnet, wie es in einem programmatischen Gliederungspunkt hieß, „wie die Währungsunion die wirtschaftspolitische Spaltung Europas festschreibt.“ (mehr…)