Archiv für Dezember 2011

Antiziganismus in Wort und Bild

Soeben durfte ich im Rahmen des Geschlechterforschungs-Kolloquiums an der Universität Göttingen Zeuge eines sehr großartigen Vortrages über Antiziganismus und Antisemitismus von (so die Uniseite) Dr. Markus Gerke, York University Toronto (Kanada) sein. Der Referent selber hat allerdings nicht behauptet Doktor zu sein. Davon ab war’s aber sehr spannend und ich möchte der Weltöffentlichkeit wenigstens dieses eine Schmankerl nicht enthalten.

Einige erinnern sich vielleicht noch an die Brandstiftungen und Ausschreitungen gegen eine Roma-Siedlung in Turin, die am 11. Dezember in fast allen deutschen Onlinemedien erwähnt wurde. (mehr…)

Immermal wieder finden sich auch in großen Zeitungen lesenswerte Texte über den Kapitalismus, etwa in der Zeit oder im Magazin der Süddeutschen Zeitung. Viel Spaß beim Lesen und diskutieren.

Eigentum macht Geld?

Gunnar Heinsohn gibt sich gerne als kritischer Geist und wird nicht zuletzt von Peter Sloterdijk als Wirtschaftswissenschaftler mit Zukunftspotential angepriesen.1 Dass das nichts werden kann, wenn es von Sloterdijk kommt, dürfte klar sein. Denn auch der versteht sich als Hohepriester der Konkurrenzgesellschaft, kritisiert die heute von ihm wahrgenommene Lethargokratie und fordert den Aufbruch der Leistungträger. Das passt ganz offensichtlich zu einer Theorie, in der das Eigentum die zentrale Kategorie bildet. (mehr…)

Der unangepasste Außenseiter von Rechts außen

Anmerkungen zu Gunnar Heinsohn

Vor kurzem wurde ich auf einen vermeintlichen Wirtschaftstheoretiker hingewiesen, dem ein brillianter Ansatz zur Erklärung der aktuellen wirtschaftlichen Turbulenzen nachgesagt wurde. Es handelte sich dabei um niemand geringeren als Gunnar Heinsohn. Nie gehört? Is auch besser so. Da sich aber allem Anschein nach ernsthaft Menschen Gedanken machen über dass, was der Mann so loslässt, möchte ich hier dazu beitragen, seine Gedanken etwas besser einordnen zu können. (mehr…)

Falsch zugeordnete Zitate

Marc-Uwe Kling und sein Känguruh haben unlängst einen Running Gag aus falsch zugeordneten Zitaten gemacht:

Besonders sarkastisch ist dabei wohl diese Variante:

Als überdurchschnittlich realitätstauglich kann hingegen diese Zitatzuordnung gelten:

Wenn es einmal schiefgeht….

…. sind die Bösen schuld daran:

Die Zukunft des Euro

Da es ja offensichtlich (nicht zu Unrecht) zum guten Ton gehört, Georg Kreisler die letzte Ehre zu erweisen, möchte ich an dieser Stelle nicht nur auf sein Interview verweisen, das er vor einigen Jahren der Konkret gegeben hat, sondern zudem auf die sehr gefühlvolle Stellungnahme seiner Tochter, Sandra Kreisler, verweisen. Und wo wir schon mal dabei sind sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass Kreisler durchaus ein beachtlicher Ökonom war:

Die Mauer muss weg!

Sehr großartig fand ich das Ende eines Vortrages über die Krise, den Lothar Galow-Bergemann vor einiger Zeit gehalten hat – und den anzuhören sich durchaus lohnt:

Den ganzen Vortrag gibts hier.

Wer macht die Krise? Wohin führt die Krise?

In der Dezember-Ausgabe der Konkret gibt es ein nicht uninteressantes Interview mit Thomas Ebermann, Michael Heinrich, Robert Kurz und Joseph Vogl. Die vier streiten in dem von Hermann L. Gremliza moderierten Gespräch über den Charakter, die Ursachen und die Folgen der vor unseren Augen vor sich gehenden Krisenprozesse. Dabei wird nicht viel neues erzählt, trotz allem werden die unterschiedlichen Einschätzungen und Blickwinkel hier sehr deutlich, so dass es sich durchaus lohnt, sich das Ding mal anzutun. (Im kommenden Jahr soll es übrigens mit einigen Erweiterungen auch als Buch erscheinen.) (mehr…)

Der Mainstream-Feuilleton hat uns in den letzten Tagen zwei lesenswerte Kommentare zur Geschlechterpolitik beschert: einmal in der FAZ und einmal bei Spiegel-Online. Mehr davon!

Zum Krisenverlauf gibt es hier ein paar lohnenswerte Beiträge : (1|2|3|4|5)

Zwischen Kritik und Geschichtsphilosophie

Anmerkungen zu Heinz-Jürgen Voß‘ „Geschlecht. Wider die Natürlichkeit“

Nicht selten ist es so, das im Untertitel eines Buches das eigentliche Programm vorgegeben wird. So auch in diesem Fall: Natürlichkeit ist der Ausgangspunkt und der zentrale Gegenstand der Argumentation dieses Buches. Denn im Laufe der Jahrhunderte, so stellt Voß gleich zu Beginn des Buches fest, haben sich die Begründungsmuster für gesellschaftliche Herrschafts- und Unterdrückungspraktiken verändert. Während lange Zeit der Wille eines kaum je beweisbaren Gottes als Ursache für die spezifische soziale Stellung einzelner Menschen angegeben wurde, so stehen heute die Naturwissenschaften, allen voran die Biologie, hoch im Kurs der Legitimationsbeschaffung. (mehr…)

Was die Psychoanalyse über Guttenberg zu sagen hat, lest ihr hier.

QueerPolitics oder Identitätspolitik?

Was habe ich nun hiervon zu halten?

(via Kulla & Brains)