Das Geschlecht der Krise

Die Krise hat ein Geschlecht. Da sie in besonderer Weise Frauen trifft, ist sie weiblich. Das zumindest meint Benni Laufer und hat darüber sogar einen Artikel geschrieben. Das ist ganz grundsätzlich sogar richtig, nur anders, als er es nahelegt. Denn das, was da in der Krise ist, ist ja „der Kapitalismus“. Und der hat nicht zum Spaß einen männlichen Artikel. Denn alles, was den Kapitalismus ausmachen soll, gilt gemeinhin als männlich: die Rationalität, der Universalismus, das aktive Vorwärtstreiben etc. Und wenn die männliche Rationalität in die Krise kommt, dann wird zuerst bei der weiblichen Emotionalität gespart: bei allem, was nach Sozialem riecht. Das dann Frauen zu KrisenverliererInnen mutieren, ist im Ergebnis sicherlich richtig. Nur liegt das eben nicht daran, dass die Krise weiblich, sondern das sie männlich ist.

Von derart unbedeutenden Kleinigkeiten mal abgesehen ist es ein unorthodoxer, aber lesenswerter Beitrag zum Weltfrauentag.


1 Antwort auf “Das Geschlecht der Krise”


  1. 1 bigmouth 11. März 2012 um 13:34 Uhr

    hat „der feminismus“ denn zum spaß einen männlichen artikel?

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